Odyssee mit dem rosa Riesen

hektisch blinkende LEDs am Speedport verdoppeln in aller Regel die Herzfrequenz bei Jedem, der sich halbwegs in diesem Bereich auskennt.
“Kein DSL verfügbar - prüfen Sie die Verbindung zwischen dem Splitter und dem Speedport” - so der gut gemeinte Tipp, den ich auf speedport.ip lesen durfte.
Das ganze war des Nächtens, nämlich Dienstag früh 00:13Uhr.

7:00Uhr: Ich rief bei der freundlichen 0800-Dame an, um so meine Störung zu verkünden - also nicht meine, sondern die meines DSL Anschlußes.
Ein richtiger Dialog war das aber nicht, denn die Dame murmelte meist nur irgendwelche Fachbegriffe vor sich hin und versprach mir dann nach wenigen Minuten, dass man sich des Problems annehmen und mich in 2-3 Stunden auf dem Handy informieren würde.

8:00Uhr: Frust macht Hunger, also gabs Rührei - bestehen aus 5 mittelgroßen Hühnereiern.

9:00Uhr: “Die Eine” hat es erwischt, 39Grad Fieber…tröstende Worte flossen eine Stunde. Also eher von ihr zu mir, weil ich doch ohne Internet so unglücklich bin :)

10:00Uhr: Duschen und ab nach L. zu “Your bad Conscienc“, um endlich mal wieder eine Kaffeedate zu machen

11:40Uhr: Es gab dort Kartoffeln, Bohnen und Jägerschnitzel in kleinen Scheiben, die nacheinander in einer Pfanne brutzelten, in die immer nur jeweils 3 dieser Scheiben rein passten - Argumentation: “Dir große Pfanne paßt doch nicht in den Geschirrspüler” (Das selbiger eh voll war und am Ende doch alles per Hand abgespült werden mußte, war zu diesem Zeitpunkt egal)

12:30Uhr: Blick aufs Handy: Nix, kein verpaßter Anruf. Also rief ich selbst nochmal die 0800 Hotline an um nachzuhaken. Fazit war, dass eine Störung bekannt sei und man mich eigentlich schön längst hätte zurückrufen müssen. Man könne aber gut verstehen, dass ich das Internet brauch…

13:30Uhr: eine Frau rief an und meinte, dass Sie keinen Fehler messen könne und nun vermutlich wieder alles in Ordnung sei. Ich bat Sie darum, mich abermals genau um 14:45Uhr anzurufen, wenn ich wieder in B. bin und ich mich selbst davon überzeugt hätte.

14:45Uhr: Nix….

15:40Uhr: Die Frau von 13:30 rief an und meinte, dass nun doch nix mehr zu messen ist und kein DSL bei mir verfügbar sein dürfte. Ich bestätigte Ihre Aussage.
Auf meine Frage, wann denn nun wieder DSL ginge, wurde ein Termin vereinbart, bei dem ein Techniker vor Ort nachschauen sollte. Dieser Termin soll zwischen 16-20Uhr stattfinden. Bevor ich mich zu einem milden Ton umschwenken wollte, fragte ich nur zur Sicherheit, ob Sie denn den heutigen Tag meine.
“Neiiiinnn, moooorgen !” war die Antwort.

Mittwoch
17:00Uhr: Eine andere Frau vom rosa Riesen rief mich an und meinte, dass Sie jetzt nach B. fahren wolle um nachzuschauen.

17:30Uhr: Die Frau rief an und mein DSL war auch wieder da. Ich bedankte mich brav und erfuhr von ihr, dass genau die selbe Frau genau gestern zur selben Zeit schon mal an genau dem selben Schaltschrank war, weil ein Nachbar von mir auch einen DSL Fehler gemeldet hätte…

2 Kommentare zu “Odyssee mit dem rosa Riesen”

  1. HerrThuenemann sagt:

    muuuuuuaaaaaaaah … selten so gelacht (natürlich voller mitgefühl) … was bin ich froh, dass ich nicht der einzige bin, dem regelmässig der kontakt zur aussenwelt via datenleitung verloren geht … mir wurde dann beim letzten mal eingeredet, mein speedport wäre defekt - und natürlich sogleich ein neues (natürlich viiiiiiel besseres) gerät angeboten … neeee wat schön …

    mein tiefstes mitgefühl geht nach B.

    herzlichst herr thünemann

  2. Sven sagt:

    Danke fürs mitfühlen.
    So im permanenten Offlinemodus ist man gar kein richtiger Mensch, finde ich…und weil die das wissen, kaufen sicher Ungeübtere als wir Freaks so nen neuen Speedport mal eben… :(

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